
Kinfarm Agriculture Project
Die Shine School kämpft immer wieder mit finanziellen Engpässen. Durch das Kinfarm Agriculture Project möchten wir die Shine School dabei unterstützen, selbsttragend und eigenfinanziert zu agieren mit dem Ziel, dass sich die Schule auf das wesentliche - ihren Bildungsauftrag - fokussieren kann.
Ausgangslage Shine School
Die Shine School ist eine Schule für Kinder in Kwale, die von ekwal unterstützt und finanziert wird. Mit über 300 Kindern und fast 100 Arbeitsplätzen spielt die Shine School eine wichtige Rolle in der sozial und wirtschaftlich schwachen Region Kwale. Die Schule bietet derzeit auch Kindern, deren Familien kein Schulgeld zahlen können, eine Chance auf Bildung. Allerdings können zahlende Familien diese Lücke nicht schließen, was zu einem negativen Ergebnis führt.
Essensausgabe in der Shine School
Aus diesem Grund ist die Shine School heute nicht mehr selbstfinanziert, wie ursprünglich geplant, und ist auf Spenden angewiesen. Das Ziel der Shine School ist es, finanziell unabhängig zu werden und ein positives Ergebnis zu erzielen. Ohne finanzielle Unabhängigkeit können weder das tägliche Mittagessen für die Kinder noch die Gehaltszahlungen für die Lehrer gewährleistet werden.
„Eine kleine Handvoll Bohnen als tägliche Mahlzeit – davon kann kein Kind satt werden. Die Shine School braucht dringend Unterstützung“
Wie kann die Shine School die Finanzierung der Schule gewährleisten, wenn derzeit für ca. 20% der Kinder kein Schulgeld eingenommen wird und der konsequente Rauswurf von Kindern ohne finanzielle Unterstützung keine Alternative ist?
Wie kann das Kinfarm Agriculture Project die Shine School unterstützen?
Unser Vorstandsmitglied Michael Baum besuchte im Dezember die Region Kwale, bzw. die abgeschlossenen Projekte in Diani und konnte sich einen persönlichen Eindruck von der aktuellen Situation verschaffen. Die Gespräche mit dem Schulleiter Daniel N. Kiura verdeutlichten den dringenden Handlungsbedarf: Ohne Schulgelder wird eine Fortführung der Shine School unmöglich sein.
Hühnerzucht
Verkauf der Produkte auf Märkten
Früchte- und Gemüseanbau
Gemeinsam mit Daniel haben wir das Kinfarm Agriculture Project erarbeitet, das sowohl die Einnahmen aus den Schulgeldern erhöhen als auch die Arbeitslosigkeit alleinerziehender Mütter reduzieren soll. Unter Daniels Leitung wird ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb aufgebaut.
Mit dem Kinfarm-Projekt möchten wir die Umgebung der Shine Shine School durch ein strukturelles Vorhaben unterstützen. Dafür soll eine Community-basierte Organisation (CBO) in Form eines Landwirtschaftsbetriebs entstehen.
Projektdetails
Die Anforderungen für die Registrierung einer CBO sind wie folgt:
Protokoll der Versammlung, in der die Registrierung beantragt wurde und in der die gewählten Vertreter anwesend waren.
Ordnungsgemäss unterzeichnete Mitgliederliste mit Namen, Position, Ausweisnummer und Unterschriften
Verfassung der CBOs
Vereinbarungsprotokoll, falls zutreffend
Registrierungsgebühr
Nach der Registrierung muss die gemeinnützige Organisation der registrierenden Behörde einen halbjährlichen Fortschrittsbericht vorlegen und die Einsicht in ihre Unterlagen ermöglichen.
Der Landwirtschaftsbetrieb hat das Ziel, Arbeitsplätze für alleinerziehende Mütter der Shine-School-Kinder zu schaffen. Die Kinfarm CBO existiert bereits als Initiative von Daniel N. Kiura, der derzeit auch als Schuldirektor der Shine School tätig ist. Die Kinfarm CBO ist eine Gruppe von 14 alleinerziehenden Müttern, deren Kinder die Shine School besuchen. Sie sind nicht in der Lage, die Schulgelder zu bezahlen und finden keine Arbeit. Ekwal arbeitet zusammen mit Daniel an einem Businessplan für einen größeren Landwirtschaftsbetrieb auf eigenem Grund und Boden, der sich an den Bedürfnissen der Menschen in der Region orientiert und nach den anfänglichen Investitionen selbsttragend sein soll.
Landbesichtigung in Diani, Kenya
Ein Teil des Gewinns wird direkt in das Food-Programm der Shine School reinvestiert, sodass die Schule keine externen Gelder benötigt. Im Rahmen einer gemeinsamen Vereinbarung und Roadmap für das Projekt verpflichten sich die Projektmitarbeiter, einen bestimmten Verhaltenskodex einzuhalten. Dies beinhaltet vor allem faire Arbeitsbedingungen sowie nachhaltigen Schutz der Grundwasserqualität und -quantität, sowie umwelt- und tierfreundliche Anbaumethoden. Darüber hinaus verpflichten sich Daniel und sein Team zu enger Zusammenarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen, die in Kenia in der Landwirtschaft tätig sind. Ein detaillierter Bericht über die einzelnen Meilensteine (einschließlich Investitionsplan) für das Kinfarm-CBO-Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Team in Kenia erarbeitet und anschließend kommuniziert.
Kinfarm CBO
Der Projektbeschrieb steht fest und das Kick-Off-Meeting mit Daniel hat bereits stattgefunden. Bald werden die ersten Investitionen getätigt und das Projekt nimmt Fahrt auf.
Grosszügige Spende von “Kinder in Not”
Den langjährigen ekwal Mitglieder:innen wird "Kinder in Not" bereits ein Begriff sein, da ekwal schon mehrere Male mit der Non-Profit-Organisation zusammenarbeiten durfte. Deren Geschäftsleiterin Barbara Lips ist ekwal Mitglied der ersten Stunde und wir pflegen einen regelmässigen Austausch mit ihr. Als wir die Pläne für das Kinfarm Projekt an der GV veröffentlichten, kam sie wieder auf uns zu und bat um Detailinformationen. Oliver durfte dem Vorstand von "Kinder in Not" das Projekt persönlich präsentieren. Bereits am nächsten Tag bekamen wir die unglaubliche Nachricht, dass der Verein unser Kinfarm Agriculture Project mit CHF 25'000 unterstützen wird. Diese Spende ermöglicht uns das Projekt grösser zu denken.
An dieser Stelle möchte sich ekwal herzlich bei der Non-Profit-Organisation “Kinder in Not”, wie auch Barbara Lips persönlich für die grosszügige Spende bedanken.
Weitere Infos zu “Kinder in Not”: Kinder in Not
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